Unser Betrieb

Ihre Trinkwasserproben werden von unseren speziell zertifizierten Probenehmern entnommen. Wir arbeiten eng mit dem Institut Pieldner in Stuttgart-Degerloch zusammen, das die Trinkwasserproben nach allen Vorschriften auf Schadstoffe untersucht. 

Webseite: www.ipdp.de

 

Eine kurze Übersicht über das Gesetz und die wichtigsten Infos finden Sie unten.

 

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Der Sinn der Trinkwasserverordnung

Sauberes Trinkwasser ist unglaublich wichtig. Die Trinkwasserqualität in Deutschland, Österreich und der Schweiz belegt die Top-Positionen in Europa. Hauptaufgabe der Wasserversorger ist es, diese Qualität zu sichern. Deshalb muss das Trinkwasser in vielen Schritten von Schadstoffen, Keimen und anderen Belastungen frei gehalten werden.

Die Probleme fangen zumeist an den individuellen Trinkwasseranlagen an. Schlechte Leitungssysteme, mangelnder Durchfluss und nachlässige Wartung sind die Hauptursachen für Beeinträchtigungen der Trinkwasserqualität. Die Trinkwasserverordnung setzt nun nach ihrer Novellierung im Jahr 2011 ganz klar die Verantwortlichkeiten fest. Der Betreiber der Trinkwasseranlage trägt die Verantwortung und muss im Rahmen fester Vorgaben die Qualität des von seiner Anlage abgegebenen Wassers sichern.

Mangelhafte Trinkwasserqualität ist noch immer eine häufige Erkrankungsursache in Deutschland. Expertenschätzungen gehen von einer Durchschnittskontamination von etwa einem Drittel aller Gebäude aus. Besonders Verkeimungsfälle durch Legionellen in öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Schwimmbädern stehen immer wieder zu Recht im Fokus der Öffentlichkeit. Die Trinkwasserverordnung ist hier ein mächtiges Werkzeug, um die Regularien flächendeckend durchzusetzen und Menschen vor den Gefahren beeinträchtigten Wassers zu schützen.

 

Es drohen hohe Strafen für den Betreiber, wenn Personen Schäden durch Legionellen o.ä. erleiden.

 

 

Wer ist von der Trinkwasserverordnung betroffen?

Prinzipiell alle Betreiber einer Trinkwasseranlage, die Wasser an Dritte abgeben (Bsp: Öffentliche Einrichtungen wie Schule + Schwimmbäder, Gaststätten, aber auch private Vermieter von Immobilien)

 

 

Wer fällt unter die Untersuchungspflicht auf Legionellen

Alle Trinkwasser-Installationen in Gebäuden,…

-…in denen Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird (z.B. Kindergarten, Mietwohnungen)

-…die eine Großanlage zur Trinkwasser-Erwärmung enthalten (Speicher-Trinkwassererwärmer oder zentrale Durchfluss-Trinkwassererwärmer jeweils mit einem Inhalt von mehr als 400 Litern; einem Inhalt von mehr als drei Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang das Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle; nicht berücksichtigt wird der Inhalt einer Zirkulationsleitung)

-…die Duschen oder andere Einrichtungen enthalten, in denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt

 

 

Wie oft muss das Trinkwasser überprüft werden?

Die Trinkwasserverordnung sieht eine Prüfung der Anlage und des Wassers alle 3 Jahre vor. Allerdings muss die erstmalige Trinkwasseruntersuchung bis zum 31.12.2013 erfolgen. Die Wasserprobe wird in einem qualifizierten Labor untersucht.

 

 

Wie läuft eine Wasserprobe gemäß der Trinkwasserverordnung ab?
Die Beprobung der Trinkwasseranlage geschieht durch einen Fachbetrieb dessen Mitarbeiter bei einem Labor akkreditiert sind. Das zugelassene Unternehmen entnimmt dann an mindestens drei Stellen der Anlage Wasserproben, die schließlich im Labor analysiert werden. Die Vorgehensweise bei der Probenahme und Versendung der Proben ist vom Umweltbundesamt und dem DVGW vorgegeben und muss unbedingt exakt eingehalten werden.

 

Wer trägt die Kosten?

Die Kosten der Trinkwasser Beprobung werden vom Betreiber der Trinkwasseranlage getragen und können im Fall von Vermietern auf Mieter umgelegt werden.

 

 

Was passiert bei einer Beanstandung?

Werden die Werte der Wasserprobe nach der Trinkwasserverordnung beanstandet, muss nachgebessert werden. In vielen Fällen wird die Anlage oder Elemente von ihr (z.B. Duschköpfe) stillgelegt. Zudem werden Strafgelder bis zu 25.000 € verhängt, wenn die vom Gesundheitsamt verhängten Maßnahmen unzureichend umgesetzt werden. Je nach Fall kann es zusätzlich zu Haftbarkeitsansprüchen von Seiten geschädigter Wasserabnehmer kommen. Bei schweren gesundheitlichen und / oder materiellen Schäden kann es zu Strafen in enormen Größenordnungen kommen.

Generell müssen betroffene Abnehmer des Trinkwassers im Beanstandungsfall sofort benachrichtigt werden.

 

Gesetz zum Nachlesen: Trinkwasserverordnung 2001, TrinkwV 2001